Worin besteht die Validation einer Website?
Eine nicht validierte Seite auf einen Server zu laden entspricht einen Brief abzuschicken ohne sich um Grammatik und Rechtschreibung zu kümmern. Eine nicht valide Webseite zeigt also das wahre Gesicht seines Schöpfers. Aber was ist die Validation und wozu dient sie?
Jede Website im Internet, egal ob in HTML oder xhtml, und egal ob in PHP, ASP oder JAVA entwickelt, muss von einem Browser "übersetzt" werden damit sie auf dem Bildschirm sichtbar wird. Jede Seite wird also im Endeffekt eine HTML - oder eine xml-Seite. Wie eine nicht valide Site also für den Benutzer aussieht hängt davon ab welchen Browser und welches System (Windows, Linux, UNIX, Mac etc.) er benutzt und inwieweit die Programmierung des Browsers die Fehlerkorrektur des Kodes berücksichtigt hat. Warum also riskieren, dass Websites bei Mac-Benutzern oder Firefox-Anhängern nicht richtig angezeigt werden? Warum riskieren, dass ein Benutzer in Frankreich oder Amerika die typisch deutschen Zeichen unleserlich auf dem Bildschirm findet?
Wenn es nur einen einzigen Browser gäbe, so könnte man eine unsaubere Programmierung dem dort einprogrammierten Korrektor anpassen, aber leider greifen die Internet-Benutzer aus Sicherheitsgründen zu einer immer größeren Anzahl von unterschiedlichen Browsern. Was noch hinzu kommt, ist die Tatsache, dass ein bestimmter Browser, der für Windows sehr gut funktioniert bei einem Mac oder unter Linux noch lange nicht das gleiche Verhalten zeigt.
Das Ziel jedes Webmaster muss daher darin bestehen, ausschließlich Websites für ALLE Internet-Benutzer dieser Welt zu schaffen und dies ist nur garantiert, wenn er die international gültige Norm benutzt und keinen "hausgemachten" Kode verwendet.
Aber ein korrekter Kode zeigt seine Wirkung nicht nur in den alten Browsern. Fast alle Browser-Programmierer arbeiten mit dem für die Norm verantwortlichen Organismus, dem W3C (Web-World Wide Consortium), zusammen. Die zukünftigen Versionen der Browser passen sich also immer mehr den Regeln des W3C an, was bedeutet, dass ein valider Kode auch in den nächsten Jahren noch richtig auf den Bildschirmen angezeigt wird, was bei einem "hausgemachten" Kode eines Amateurs als ausgeschlossen gilt.
Ein anderer Grund, der jeden verantwortungsbewussten Webmaster dazu zwingen sollte einen validen und sauberen Kode, der der Norm aller Programmierer entspricht, zu liefern, ist die Tatsache, dass Suchroboter oder Bots ähnlich arbeiten wie Browser. Aber die Suchmotoren sind nicht so "nachlässig" wie Browser. Wenn sie auf einen "hausgemachten" Kode treffen so kann es geschehen dass sie die Seite als nicht existierend ansehen und also auch nicht in ihrer Datenbank akzeptieren.
Eine valide Website in HTML oder xhtml wird also überall in der Welt und in allen Browsern ohne Probleme angezeigt, verursacht weniger Probleme in den Suchmotoren und beweist die Fähigkeiten und den Professionalismus des Webmasters.
Und wie kann man eine Website validieren? Nichts ist leichter als eine Validation. Mit der Hilfe des Validators des W3C kann jeder Webmasters seine Seiten schon im Lauf der
Entwicklung validieren und die Fehler also unmittelbar korrigieren, noch bevor sie Probleme verursachen können. Ein Validator ist also nichts anderes als ein Korrektor für die Rechtschreibung der bei jedem Textprogramm als normal angesehen wird. Selbst ein Anfänger in HTML kann einen Validator benutzen um seine Fehler zu korrigieren.
Der Validator des W3C befindet sich unter der Adresse:
http://validator.w3.org /
Einen deutschen Validator findet man unter:
http://www.validome.org/lang/ge
Um einen bereits veröffentlichen Website in seiner Gesamtheit zu validieren kann sich der Webmasters folgendem "englischsprachigen" Validator bedienen:
http://www.validateur.ca /
Aber nicht nur ein Webmasters kann nachprüfen, ob eine Website valide ist. Seine Kunden (und jeder Internetnutzer) können dieselben Adressen verwenden um zu erfahren ob "sein" Webmasters eine fehlerfreie Arbeit geliefert hat. Wenn das nicht der Fall ist, so kann der betrogene Kunde gegen ihn Anzeige erstatten und gerichtlich einen Schadensersatz gültig machen der die Höhe des Honorars mit Sicherheit übertrifft.
